Informationen aus den Stadtteilen

Wohldorf-Ohlstedt
Wohldorf-Ohlstedt ist heute ein Stadtteil der Freien und Hansestadt Hamburg im Bezirk Wandsbek. Er wurde 1872 aus den Hamburger Ortsteilen Ohlstedt im Süden und Wohldorf im Norden zusammengelegt. Das Bild dieses Stadtteils ist überwiegend durch herrschaftliche Villenanwesen auf großzügigen, parkähnlichen Grundstücken geprägt. Wohldorf-Ohlstedt ist eines der sechs so genannten Walddörfer. Diese zählen zu den natürlichsten und von der Vegetation her reichsten Wohnregionen Hamburgs.

Die erste urkundliche Erwähnung von Ohlstedt war 1292. Elf Jahre später wurde Wohldorf 1303 erstmalig erwähnt. Seit 1306 lässt sich die Burganlage des Herrenhauses in Wohldorf nachweisen. Wohlendorf kam 1370 in den Besitz von Hamburger Bürgern. 1374 wurde die Burganlage von Hamburg zerstört. Ohlstedt wurde 1391 an hamburgische Bürger verpfändet und 1407 an Bürgermeister Hildemar Lopowe verkauft. 1437 ging Wohldorf endgültig in Hamburger Besitz über, Ohlstedt folgte im Jahre 1463. 1471 entstand die Wohldorfer Kornmühle und 1489 fand die Errichtung des Wohldorfer Herrenhauses statt, das 1712 bis 1714 durch einen Neubau ersetzt wurde.

Eine gemeinsame Dorfschule von Wohldorf und Ohlstedt „Im Busch 8“ wurde 1751 errichtet, brannte aber 1911 ab. Der Wohldorfer Wald wurde 1770 zum Erholungsgebiet erklärt. 1872 wurden die beiden Gemeinden Wohldorf und Ohlstedt zur Gemeinde Wohldorf-Ohlstedt zusammengefasst. Die Freiwilligen Feuerwehren in Wohldorf und Ohlstedt wurde 1894 gegründet.

Geschichte

Der Bau der Elektrische Kleinbahn Alt-Rahlstedt–Volksdorf–Wohldorf (Kleinbahn (EKV)) begann 1904. Der Betrieb der Kleinbahn erfolgte noch bis 1961. Für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs entstand ein Ehrenmal im Wohldorfer Wald. Nach dem Richtfest 1927 wurde das neue Rathaus der Verbandsgemeinde 1928 eröffnet. Die „Schule am Walde“ wurde 1931 im Kupferredder gebaut und im August des Jahres eröffnet. Heute ist sie eine Grundschule und seit 1997 auch wieder eine Realschule. Im Zweiten Weltkrieg war Wohldorf Sitz der Übersee-Funkzentrale für den deutschen Agentenfunk. 1954 wurde die Matthias-Claudius-Kirche in Ohlstedt gebaut und am 4. Dezember des Jahres eingeweiht. Der Sportplatz des DUWO08 (ein Zusammenschluss mehrerer Sportvereine) wurde 1956 errichtet. Seit 1958 steht der Duvenstedter Brook unter Naturschutz. 1968 wurde die erste Fernsprechvermittlungsstelle der Bundespost in der Ohlstedter Straße in Betrieb genommen. 1971 nahm das Gymnasium Ohlstedt seinen Unterricht in provisorischen Pavillons auf.

Institutionen und öffentliche Einrichtungen

In Wohldorf-Ohlstedt gibt es den Grill- und Spielplatz Haselknick bei den Ohlstedter Alsterwiesen, zwei Freiwillige Feuerwehren, einen U-Bahnhof, den Sportverein TSV DUWO 08, zwei Schulen, eine evangelische Kirche (Matthias-Claudius-Kirche) und einen Waldfriedhof. Außerdem gibt es diverse private Einrichtungen. Neben einigen Geschäften gibt es auch eineMusik-Kneipe, einige Läden, eine Eisdiele und ein Hotel-Restaurant.

Schulen

In Wohldorf-Ohlstedt gibt es zwei Schulen, die „Schule am Walde“ und das „Gymnasium Ohlstedt“. Die Schule am Walde“ ist zwei- bis dreizügig, das Gymnasium Ohlstedt überwiegend vierzügig, die neuen fünften Klassen im Schuljahr 2011/12 sogar fünfzügig. Die Schule am Walde ist mit dem Schuljahr 2011/2012 wieder eine reine Grundschule.

Freiwillige Feuerwehren

In Wohldorf-Ohlstedt gibt es zwei Freiwillige Feuerwehren. Die Freiwillige Feuerwehr Wohldorf und die Freiwillige Feuerwehr Ohlstedt. Da Wohldorf-Ohlstedt am Rand Hamburgs liegt, ist die FF Wohldorf und FF Ohlstedt zusätzlich First Responder.

Duvenstedt

Duvenstedt wurde erstmals 1261 erwähnt. Die Bauern leisteten zu diesem Zeitpunkt ihren Zehnten an das Hamburger Domkapitel. Der Name verweist auf eine frühere Entstehung durch einen sächsischen Dorfgründer namens Duvo, wobei die Nachsilbe -stedt einen „Standort auf sicherem Boden“ bezeichnet, zumeist ein Runddorf. Der Herzog von Lauenburg verpfändete das Dorf im Jahre 1571 an den holsteinischen Herzog Adolf. Seit dem 15. Jahrhundert gehörte es zum alten landesherrlichen Amt Tremsbüttel. Ab 1693 kam es wirtschaftlich zum neu gebildeten Kanzleigut Tangstedt, dem bis in das Jahr 1876 Hand- und Spanndienste geleistet werden mussten. 1830 bestanden in Duvenstedt sieben Voll- und acht Halbhufen sowie 16 Hauseigentümerstellen.

Mit der endgültigen Einführung der preußischen Kommunalverfassung 1889 kam Duvenstedt zum Amtsbezirk Tangstedt im Kreis Stormarn. 1938 wurde es im Rahmen des 1937 beschlossenen Groß-Hamburg-Gesetzes nach Hamburg eingemeindet.

Theater Das plattdeutsche Amateurtheater Duvenstedt führt seit über 30 Jahren regelmäßig im Frühjahr und Herbst ein Theaterstück auf. Diese Aufführungen erfreuen sich großer Beliebtheit und tragen viel zur Stadtteilkultur bei.

Stadtteilkultur

Freiwillige Feuerwehr Duvenstedt

Zentrale Institution des kulturellen Zusammenseins ist - neben den beiden Sportvereinen und der Freiwilligen Feuerwehr Hamburg-Duvenstedt - die Vereinigung Duvenstedt. Angesiedelt im nach dem verstorbenen Gründer benannten Max-Kramp-Haus, bietet die Vereinigung Duvenstedt vielen Interessengemeinschaften Raum und Forum. Neben zahlreichen Aktivitäten vor allem für Kinder und Jugendliche kann man dort unter anderem an verschiedenen Kursen, Workshops und ähnlichem teilnehmen, wie beispielsweise Spanisch-Kurs, Feldenkrais, Krabbelgruppen. Auch das seit etlichen Jahren bestehende plattdeutsche Amateur-Theater sowie das Blasorchester sind Teil der Vereinigung Duvenstedt. Seit 1891 besteht die Freiwillige Feuerwehr des Ortes.

Musik

Unter dem Dach der Vereinigung Duvenstedt ist seit 1981 das Blasorchester Duvenstedt tätig, welches aus dem im Jahre 1967 gegründeten Jugendspielmannszug hervorging. Regelmäßig findet seit 1992 (25. Jubiläum) im Frühjahr um Ostern ein Frühjahrskonzert statt, bei dem das Blasorchester seine neuen Stücke vorstellt.[4] Längst hat sich dieses Konzert zu einer Tradition entwickelt, die immer mehr begeisterte Anhänger (und Zuhörer) weit über die Grenzen Duvenstedts hinaus findet. Des Weiteren spielt das Orchester bei privaten und öffentlichen Veranstaltungen wie beispielsweise Stadtteilfesten, Hamburger Hafengeburtstag, Hochzeits- und Geburtstagsfeiern etc. Im Jahre 2007 hat das Blasorchester unter anderem mit einem großen Jubiläumskonzert sein 40-jähriges Bestehen gefeiert.

Naturdenkmäler

Der Duvenstedter Brook wurde 1939 unter Naturschutz gestellt. Das Gebiet wurde seit Jahrhunderten von den Bauern der Dörfer Duvenstedt und Lemsahl-Mellingstedt als Viehweide und zum Torfstich genutzt. Der eigentliche Brook gehörte seit dem 17. Jahrhundert zum Kanzleigut Tangstedt. Dessen Rechte wurden in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts abgelöst. Der Brook war in dieser Zeit bevorzugtes Jagdgebiet der Wellingsbütteler Gutsbesitzerfamilie Jauch, die es zu ihren Flächen zupachtete und dort Fasane aussetzten. Hamburg kaufte 1925 große Teile des Brooks. Der Rest fiel 1937 mit dem Groß-Hamburg-Gesetz ebenfalls an die Hansestadt. Heute ist der Brook Hamburgs größtes Naturschutzgebiet mit den – nach Öffnung eines Rotwildgatters nach dem Zweiten Weltkrieg – stärksten Hirschen Deutschlands. Sport.

Im Stadtteil sind der TSV DuWo 08 und der Duvenstedter SV aktiv. Am Duvenstedter Markt ist auch das Vereinsheim des Tanzsportvereins „TSC Casino Oberalster“.

(Quelle: Wikipedia)

Ohlstedter Gymnasium

Kleinbahnmuseum

Wohldorfer Herrenhaus